Wieso dir Motivation nichts bringt!

Der Weg zu Selbstdisziplin

Jeder ernsthaft Trainierende kennt es – immer zum neuen Jahr überfluten Massen von motivierten Menschen die Fitnessstudios dieser Welt. Mit neu geschöpftem Enthusiasmus und guten Vorsätzen turnen sie herum, um ihre Ziele zu verwirklichen. Nach wenigen Wochen dezimiert sich die Zahl der „Neujahrs-Vorsätzler“ wieder. Aber wieso ist das so? Ganz einfach, weil Motivation im Sport nur der Anfang ist. Langfristig gesehen bringt Motivation überhaupt nichts.

 

Motivation ist erst der Anfang

Natürlich ist es wichtig irgendwo anzufangen, schlichtweg den A*rsch hoch zu bekommen. Das kann natürlich auf viele Weisen geschehen, ob durch eine inspirierende Person, ein euphorisches Video oder einfach ein neues Jahr. Der Clou ist aber diese Motivation beizubehalten und umzuwandeln. Jeder Mensch hat Phasen, in denen er keine Lust auf etwas hat. Auch wir haben Tage, an denen wir keine Lust auf Training haben, keine 20 Minuten in Mobility investieren oder clean essen wollen. Obwohl das alles simple Sachen sind, die nicht viel Zeit beanspruchen, fehlt manchmal einfach der Antrieb. Sich in diesen Situationen zusammenzureißen, diszipliniert zu sein, ist die wahre Kunst.

 

Es ist nicht nur der Sport

Manch einer mag nun denken: Ok, blöd wenn man nicht zum Sport geht und die Motivation verliert. Ein Weltuntergang ist das aber nicht.

Natürlich kann jeder selbst entscheiden wie sportlich er sein möchte. Dennoch hat die Disziplin, die man im Sport erlernt riesige Auswirkungen auf das restliche Leben. Ob es die Deadline im Job ist oder das Treffen mit den Schwiegereltern (kommt auf die Schwiegereltern an ;)), man lernt die Sachen durchzuziehen. Es stellt sich garnicht mehr die Frage nach dem „ob“, es wird einfach erledigt. Erledigt man solche fundamentalen Dinge nicht diszipliniert, wird Nachlässigkeit Bestandteil der Gewohnheiten. Folgen sind:

  • Ablenkung
  • Stimmungsschwankungen
  • Falsche Prioritäten
  • nicht erreichen von Zielen

Selbstdisziplin ist also mit ein maßgebender Faktor für Erfolg und Glück im Leben.

 

Selbstdisziplin lernen: 4 Wege um effektiv zu arbeiten

1) Lerne dich selbst kennen

ziele aufschreiben

Schreibe deine Ziele auf. Wenn Du sie am Computer oder Handy aufschreibst, siehst Du sie jeden Tag.

Sich selbst kennen lernen, was ist damit gemeint? Ganz einfach, du musst wissen, wo Du hin willst. Nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel- und langfristig.
Deine Aufgabe von uns: Setzte dich 15 Minuten konzentriert hin. Damit meine ich wirklich konzentriert, Handy aus, Laptop aus und Fenster zu. Nichts soll dich ablenken. Nun machst Du dir Gedanken was Du in 5 Tagen, in 5 Monaten und in 5 Jahren erreicht haben willst. Schreib alle 3 Ziele auf.

Im nächsten Schritt überlegst Du dir zu jedem Punkt 3 Sachen, die dich den jeweiligen Zielen näher bringen. Eine der Aufgaben, die dich deinem kurzfristigen Ziel näher bringen erledigst Du sofort.

Halte dich an deinen Plan und führe dir immer wieder vor Augen, was Du erledigen musst, um deine Ziele zu erreichen. Befolgst Du diese Vorgehensweise wirst Du effektiver und disziplinierter arbeiten.

 

2) Nimm dir deine Zeit – lerne „Nein“ zu sagen

Auch wenn es manchmal schwer ist und Leute negativ auf Ablehnung reagieren, ist es ein Muss ab und zu „Nein“ zu sagen. Nur auf diese Weise kannst Du lästige und unnötige Beschäftigungen vermeiden. Sachen, die nur deine Zeit verschwenden, also „Zeitfresser“.

Dein Weg Zeitfresser zu vermeiden: Sage einen Tag lang zu allem, worauf Du keine Lust hast „Nein“. Auch wenn Leute negativ reagieren und Du dich unwohl fühlst. Es geht nicht um die Sache, die Du ablehnst an sich. Es geht darum, sich nicht schlecht zu fühlen, wenn man etwas ablehnt. Nun kennst Du deine Ziele und hast Zeit diese zu verwirklichen. Der nächste Schritt ist die Reflexion.

 

3) War mein Verhalten diszipliniert? – Selbstreflexion

ziele selbstreflexion

Nimm dir Zeit zur Reflexion!

Frage dich jedes Mal nach getaner Arbeit, ob dein Verhalten diszipliniert war. So merkst Du immer direkt nach schlechtem Verhalten, dass es falsch war und dich deinem Ziel nicht näher gebracht hat. Auf diese Weise kannst Du solche Fehler beim nächsten Mal früher erkennen und schneller intervenieren.

 

 

4) Belohne dich!

Dieser Punkt ist möglicherweise der Wichtigste von allen. Wir kennen das Prinzip aus Hundeschulen. Wenn der Hund etwas gut macht, bekommt er ein Leckerli. Es mag hart klingen, aber bei Menschen funktioniert es genauso. Belohne dich deshalb, wenn Du ein Ziel erreicht oder gut gearbeitet hast. Ob es ein neues Handy oder ein Wellness-Tag ist, Hauptsache etwas, was dir Freude bereitet.

 

Fazit – Du musst es wollen

Befolgst du diese 4 Wege, wirst Du auf Dauer um einiges disziplinierter und effektiver werden. Jedoch muss dir klar sein, dass es nicht damit getan ist, ein paar Ziele auf ein Blatt Papier zu schreiben und diese zu erreichen. Du musst diese Vorgehensweisen fest in dein Leben integrieren. Es muss zu einem inneren Bedürfnis werden nach diesen Prinzipien zu handeln. Nur so kannst Du langfristig effektiv sein und Disziplin in dein Leben integrieren.