Wie Du Schmerzen besiegst und deine Körperhaltung im Alltag verbesserst

Hand aufs Herz, hast Du gelegentlich mit Schmerzen im Rücken, Schultern oder Nacken zu kämpfen? Deine Körperhaltung kann der Auslöser dafür sein, denn unser Körper kennt allerlei Ausgleichsmechanismen wenn etwas im kompletten System nicht richtig funktioniert. Du wirst es kaum glauben, aber so kann es zum Beispiel vorkommen, dass Nackenschmerzen aufgrund einer Fehlstellung der Füße auftreten.

Körperhaltung verbessern

Eingefallene Schultern und eine allgemein schlechte Haltung bringen viele Probleme mit sich.

Doch wieso haben so viele Menschen mit einer schlechten Körperhaltung zu kämpfen? Dazu solltest Du dir kurz deinen typischen Tagesablauf vorstellen. Konkret: Wie viel der Zeit verbringst Du davon im Sitzen und wie viel davon im Stehen/in Bewegung?

Als Büroarbeiter verbringt man im Durchschnitt 80.000 Stunden in seinem Leben im Sitzen. Das stellt eine enorme Belastung für unseren Körper dar, denn früher haben sich die Menschen weitaus mehr bewegt als heutzutage. Früher lief ein Steinzeitmensch 30-40 Kilometer am Tag, während ein durchschnittlicher Büroangestellter heute nur noch eine Distanz von rund 3,5 Kilometern zu Fuß zurücklegt. Und genau hier beginnen die Probleme.

Wenn man fast die Hälfte der Woche im Sitzen verbringt, das sind 84 Stunden, schadet das dem Körper auf Dauer stark. Frühstücken, auto- oder bahnfahren, arbeiten, mittagessen, abendessen. Alles Tätigkeiten, welche wir über den Tag verteilt im Sitzen durchführen.

Das Problem an der ganzen Sache ist, dass unser Körper für Bewegung gemacht ist. Bewegungsmangel schadet dem kompletten System und macht es verwundbar.

Unsere Körper haben sich über Millionen von Jahren entwickelt, um eine Sache zu tun: Bewegung.

Mit dem folgenden Tipps wollen wir dir praktische Möglichkeiten an die Hand geben, wie Du deine Körperhaltung im Alltag verbessern kannst.

 

Wodurch entsteht eine schlechte Körperhaltung?

Eine schlechte Körperhaltung kann verschiedene Ursachen haben. Zum einen können muskuläre Dysbalancen dafür verantwortlich sein, dass sich unsere Haltung verschlechtert. Andererseits hat auch unsere Stimmung starken Einfluss auf unsere Körperhaltung. Wer kennt es nicht, dass man eine vorgebeugte, eingeknicktet Haltung mit Traurigkeit und Ängstlichkeit in Verbindung bringt?

 

Muskuläre Dysbalancen

Eine muskuläre Dysbalance ist ein Ungleichgewicht zwischen einem Muskel und seinem Gegenspieler. Man nennt die Muskeln Agonist und Antagonist. Ist also ein Muskel davon stärker, verkürzt er sich und zieht damit stärker an seinem Gegenspieler. Dies führt innerhalb dem komplexen System, unserem Körper, zu einem Ungleichgewicht.

 

Das Nervensystem als Auslöser

Unser Nervensystem sorgt unter anderem dafür, dass die Muskeln richtig angesteuert werden. Macht sich jetzt zum Beispiel Trauer oder Angst in unserem Körper breit, reagiert das Nervensystem auf diese Stimmung und sendet ein Signal, welches die Muskeln zur Reaktion veranlässt. Dies kann dann zum Beispiel dazu führen, dass wir eine Angsthaltung einnehmen und wir uns klein machen.

 

Körperhaltung verbessern – Tipp 1: Mach dich groß

Durch langes Sitzen verkürzen sich unsere Muskeln, indem sie sich zusammenziehen. Denn wer braucht schon Muskeln wenn man die ganze Zeit sitzt? Nach 20 Minuten Ruhe wächst Bindegewebe ein, da es energiesparender als Muskulatur ist. Dieser Effekt nennt sich „Tissue Creep“ und kann durch regelmäßiges Strecken vermieden werden.

Für dich heißt das also, dass Du dich alle 20 Minuten einmal kräftig strecken sollst. Und ja, Du darfst dazu auch Aufstehen!

 

Tipp 2: Go the extra mile

Stell dir vor wie sich dein Körper fühlt wenn Du ihn mehrere Stunden in dieselbe Haltung zwängst. Tag ein Tag aus. Fühlt sich das gut an? Wohl eher nicht, denn die Probleme welche dieses Verhalten mitsichbringt sind fatal. Muskeln bilden sich zurück und Haltungsreflexe werden geschwächt, dein Körper passt sich an die Bedingungen an. Deshalb solltest Du bereit sein dich mehr zu bewegen.

Falls Du den passenden Sport noch nicht gefunden hast, heißt das nur eins: Du darfst weiter suchen.

Auch wenn Du dich schon viel bewegst, kannst Du die Freizeit dazu nutzen neue Dinge kennenzulernen. Schwimmen, Golf, Salsa oder Yoga sind nur einige Beispiele für mehr abwechslungsreiche Bewegung. Die einfache Möglichkeit ist es einfach mehr Spazieren zu gehen und deinem Körper somit mehr Bewegung zu gönnen.

 

Tipp 3: Schaffe einen Ausgleich

Solltest Du einen Großteil deines Tages in der selben Position verbringen, ist ein Ausgleich dazu zwingend notwendig. Konkret könnte dies so aussehen, dass Du zuhause nicht das Selbe machst als auf der Arbeit, Schule oder Uni. Verbringst Du dort viel Zeit im Sitzen, dann achte darauf, dass Du daheim einen Ausgleich zu dieser Haltung schaffst. Du hast daheim Schreibtischarbeit zu tun? Hol dir einen Stehschreibtisch. Du stehst den ganzen Tag? Dann mach es dir abends auf der Couch gemütlich. Du merkst worauf ich hinaus will:

Entwickel ein Bewusstsein für deine Körperhaltung und gleiche ungünstige Haltungen mit Bewegung oder anderen Haltungen aus.

 

Tipp 4: Schaffe dir eine regelmäßige Mobility-Routine

Wenn Du uns regelmäßig verfolgst, sollte dir inzwischen klar sein wie wichtig Mobility allgemein für unseren Körper und unsere Leistungsfähigkeit ist. Deshalb macht es natürlich Sinn, die Beweglichkeit seines Körpers zu verbessern, da dadurch Blockaden und Verspannungen eliminiert werden. Diese sind nämlich auf oftmals schuld daran, dass wir unseren Körper in eine schlechte Haltung bringen.

Mobility hilft uns dabei unseren Körper besser zu bewegen und die Körperhaltung zu verbessern. Für etwas Input was Mobility angeht, solltest Du unbedingt unseren Mobilityplan abchecken. Dieser ist kostenlos und hilft dir am Anfang zu starten. Später sollten die Übungen dann aber etwas spezieller werden.

 

Fazit – Körperhaltung im Alltag verbessern

Körperhaltung verbessern

Körperhaltung verbessern – mit wenigen Hacks zu einer besseren Körperhaltung

Da wir im Alltag häufig in der gleichen Position verharren, sollten wir darauf achten, dass wir einen aktiven Ausgleich dazu schaffen. Um das zu schaffen sind nur einige kleine Hacks notwendig, welche leicht in unseren Alltag integriert werden können. Wichtig dabei ist, dass man sich regelmäßig mehr bewegt und seinen Körper somit auf Dauer gesund hält, denn unser Körper ist für Bewegung gemacht.

Bewegen wir uns nicht, schaden wir unserem Körper unmittelbar.

Ein bedeutender Effekt von mehr Bewegung ist die verbesserte Körperhaltung. Diese wird sich bei ausreichend Bewegung und richtigem Training positiv entwickeln. Unter „richtigem“ Training verstehen wir ganzheitliches Training. Der Körper wird also im Ganzen trainiert und im Trainingsplan werden Agonist, sowie Antagonist aufgeführt. Trainieren wir Bankdrücken, trainieren wir auch die hintere Schulter, da beim Bankdrücken die vordere Schulter involviert ist und die hintere Schulter somit den Antagonist darstellt. Das ist der Weg um die Entwicklung von Dysbalancen auf Dauer zu vermeiden.

 

Jetzt bist Du dran! Welche Probleme hast Du? Bist Du mit deiner Körperhaltung zufrieden? Lass uns dazu gerne ein Kommentar da.